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Homburg : Apocalypse
Performance, Deutschland 2011
die bühne, Theater der TU Dresden
‘Kleist hat wenig von der Wirklichkeit
gewußt, aber unendlich viel von der Wesenheit: er lebte fremd, ja
feindlich inmitten seiner Zeit und Sphäre, verstand der anderen
Menschen Lauheit und Verbindlichkeit kaum mehr, als sie seine
eigenbrötlerische Stockigkeit, seine fanatische
Übertreiblichkeit.’ Stefan Zweig
Homburg : Apocalypse geht diesem Umstand nach. Grundlage ist
Kleist’s Stück “Prinz Friedrich von Homburg”,
doch die Frage nach Schuld und Eigenverantwortung, nach Urteil oder
Gerechtigkeit wird nicht gestellt. Es wird keine Geschichte
erzählt, es gibt noch nicht mal ein Happy End. Homburg :
Apocalypse beschreibt einen Zustand. Den Zustand einer perfekten, aber
eisigen Gesellschaft, in deren Mitte das ausgegrenzte Individuum auf
seine Chance wartet. Dazu werden einzelne Szenen aus Kleist’s
Text mit Filmschnipseln und choreografischen Elementen verknüpft.
Heraus kommt ein verzerrtes, klaustrophobisches Bild, dem der
heißblütige Homburg für einen Augenblick des Rausches
entrinnt. Oder ist es Kleist, der da entrinnt?
Mit Svetlana Bielievtsova, Anne-Kathrin Gronmayer, Romy Lehmann, Kristina Pflugbeil und Robert Richter, Susanne Ruynat
Konzept & Idee Andreas Mihan
Ausstattung Judith Mohr
Mitarbeit Esther Herrmann, Armin Troy und Markus Arnhold
Technik Armin Troy und Annette Bundy
Dank an Bernhard
Siegmund, Christiane Michel, Paul Krehl, Frank Angermann, Anna Mihan,
Julia Büning, Jan Völkel, Meret Kiderlen, Elisabeth Kiderlen
Mit freundlicher Unterstützung von Tiki Bar und Rüstungsschmiede
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Termine
22. Oktober 2011 (Premiere)
20., 21. Januar 2012 |
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